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Die pädagogische Grundorientierung - Leitbild

(GK-Beschluss vom 02.05.2000; leicht geändert am 03.09.2002)

 

Vorbemerkung

Das vorliegende "Leitbild" wurde von Lehrerinnen und Lehrern, Eltern und Schülerinnen und Schülern des Ratsgymnasiums erarbeitet. Es soll allen am Erziehungs- und Bildungsprozess Beteiligten jene Aspekte deutlich machen, die den Verfassern (im Mai 2000) besonders wichtig sind.


Das "Leitbild" gibt die pädagogische Grundorientierung an, in die das Ratsgymnasium entwickelt werden soll. Auf der Grundlage der "Situationsbeschreibung" (Kapitel I) soll im Kapitel III "Konzepte und Perspektiven ..." konkret umgesetzt werden, was nachfolgend im "Leitbild" formuliert ist. Darin sind bewusst Zielvorstellungen nebeneinander gestellt, aus denen sich Spannungen ergeben können, z.B. solche, die die Qualifizierung der Schüler und solche, die die Selektionsaufgabe der Schule betonen. Die Verfasser wissen aus z.T. langjähriger Erfahrung, dass der konstruktive Umgang damit ein Stück gelebter Pluralismus und gewollte lebendige Tradition am Ratsgymnasium ist.


Um also zu verstehen, was die im vorliegenden "Leitbild" notwendigerweise verkürzten Aussagen für den Schulalltag bedeuten, ist die Lektüre von Kapitel III "Konzepte und Perspektiven ..." erforderlich.

 

Leitbild des Ratsgymnasiums Osnabrück

Das Ratsgymnasium ist ein allgemeinbildendes Gymnasium, das seine Schülerinnen und Schüler zur allgemeinen Hochschulreife führt. Es fasst den Lehrgang in den Klassenstufen 7 - 13 als pädagogische Einheit auf und trägt damit den besonderen Zielen und Aufgaben der Schulform Gymnasium Rechnung.


Als Gründung des Rates der Stadt Osnabrück im Zuge der Reformation fühlt sich unsere Schule einer liberalen, christlich-humanistischen Tradition verpflichtet. Vor diesem Hintergrund legen wir besonderen Wert auf Erziehung zur Solidarität mit Bedürftigen. Das Ratsgymnasium ist Europaschule und Umweltschule; es öffnet sich damit den Ansprüchen der Gegenwart und verfolgt vor einem pluralistischen gesellschaftlichen Hintergrund soziale, demokratische und ökologische Erziehungsziele.


Seinen zentralen Bildungsauftrag sieht es in der Förderung der Selbstentfaltung und Stärkung der Handlungsfähigkeit aller seiner Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage von Wissen und Urteilen in gesellschaftlicher Verantwortung.


Das Ratsgymnasium eröffnet seinen Schülerinnen und Schülern ein breites Spektrum von Möglichkeiten der persönlichen kreativen Entwicklung; dazu tragen auch die vielfältigen Arbeitsgemeinschaften und unterrichtsbegleitenden Aktivitäten bei. Sie bereichern das Schulleben durch erlebnishafte Lernsituationen und festigen das Gemeinschaftsgefühl.

 

 

- Leitgedanken

- Beispiele für Umsetzung

A

Das Ratsgymnasium

» fördert Handlungskompetenzen (Fach-, Sozial-, Methoden- und Lernkompetenz)

» strebt Ganzheitlichkeit und Vielfalt an

» Projektunterricht

» interne und außerschulische Präsentation von Lernergebnissen u. Handlungsprodukten

» fächerverbindender Unterricht

» Integration außerschulischer Lernmöglichkeiten (Praktika, Exkursionen)

B

» reflektiert Traditionen und pflegt bzw. verändert sie

» besitzt die Bereitschaft und Fähigkeit zu Innovationen; passt sein Verhalten den Forderungen des Umweltschutzes an

» didaktische Ansätze u. organisatorische Strukturen werden überprüft und neue erprobt (z.B. Computer-, Projektarbeit, Rolle der Ehemaligen, Form der Gesamtkonferenz)

» Neue Technologien, Techniken und Methoden

» Waldpatenschaften

» Energiesparen

C

» fördert partnerschaftliche Umgangsformen, Kommunikation und Gemeinsinn auf der Grundlage von Respekt, Toleranz und Transparenz

» legt Wert auf ein reges Schulleben

» Klassenfahrten zu Beginn von Klasse 7

» Konzerte, Präsentationen, Theateraufführungen, Gottesdiensten und Ausstellungen

» Schulfahrten

» Sport- und Schulfeste

» Adventsaktion, Stipendien, soziale Hilfsmaßnahmen

D

» schafft leistungsfördernde Lern- und Arbeitsbedingungen

» motiviert zu Leistung und Leistungsbereitschaft

» fördert wissenschaftspropädeutisches Arbeiten

» Einhaltung der von der Schulgemeinschaft aufgestellten Regeln des Miteinanders

» Teilnahme an Wettbewerben (inner- und außerschulisch)

» Kooperation mit Hochschulen

E

» fördert Internationalität und Weltoffenheit ("Europa-Schule", "Umweltschule Europa")

» Pflege und Ausbau der Beziehungen zu Partnerschulen auch in Projekten

» regionale Vernetzung

» Kontakte zu Ehemaligen

F

» unterwirft alle schulischen Prozesse, insbesondere die Qualität der Bildungs- und Erziehungsarbeit einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess

» Fortbildung stützt die Umsetzung des Schulprogramms

» Schule initiiert Fortbildung

» auf Fortbildungen erworbene Kompetenzen
werden für die Schule nutzbar gemacht

» Evaluation des Unterrichts durch Schüler

 

 
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